Austria 2011 – Tirol

Aug 13, 2011 by     No Comments    Posted under: Travel

Am 23.07.2011 ging es in aller Frühe los. Der Wecker klingelte schon um 03:00 Uhr und wir kamen auch sehr schnell aus den Federn. Noch schnell die Reisetaschen ins Auto, die Jungs geweckt, Strom und Wasser abgestellt. Dann ging es schon fast los. Unsere Route führte über die A3 bis Nürnberg, danach über die A9 nach München und weiter über Kufstein und Wörgl bis nach Hopfgarten im Brixental. Schon bei Aschaffenburg fiel auf, dass für Papa keine Sportschuhe und keine offenen Schuhe an Board waren. Nunja, irgendwas ist immer.

Wir erreichten nach einer Fahrt mit vielen Pausen Hopfgarten um ca. 10:00 Uhr. Wir hatten uns im Familotel Hopfgarten eingebucht. Einchecken ins Hotel war schon möglich, aber in unser Zimmer konnten wir erst ab 13:00 Uhr. Um die Zeit zu überbrücken schauten wir uns schon mal in Hopfgarten um. Wir liefen eine Runde vom Hotel über das Tourismusbüro und den grossen Parkplatz weiter an der Talstation der Bergbahn entlang bis zum Lidl-Markt. Nachdem die Jungs jeder ein Eis am Stiel vertilgt hatten gings wieder zurück zum Auto.

Unterwegs fragte ich in einem Elektronikmarkt nach einer Micro-SIM mit Prepaid- Datentarif. Hatten sie nicht, aber angeblich ein anderer Markt nur ein paar Meter entfernt. Der hatte jedoch nur eine SIM mit Vertragsbindung, was ich nicht wollte. Sein Tip war ein Einkaufszentrum in Wörgl, einer Stadt ca. 10 km entfernt. Also statteten wir auch diesem Einkaufszentrum noch einen Besuch ab. Wir parkten auf dem Lidl-Parkplatz und wären fast noch von einem Opa in einem viel zu grossen Bus rückwarts überfahren wurden *puh*. Der erste Handyshop hatte nix, der zweite auch nicht, dann wartete ich geschlagene 25 min im A1-Shop, aber letztendlich wurde das Warten belohnt und nun schreibe ich diesen Eintrag mit einer A1-befree-SIM. Kostet 19,90 und hat 1,5 GB Datentraffic im UMTS-Netz inklusive. Papa ist happy.

Nachdem es dann schon fast halb zwei war, konnten wir auch bereits in unser Zimmer (wir bekamen die Nummer 203). Schön geräumig, mit Balkon und eigener Sauna. Nach einem kleinen Rundgang im Hotel, testeten wir das Kuchenangebot am Nachmittag und verbrachten dann noch ein wenig Zeit im Schwimmbad des Hotels. Dabei haben Mika und ich uns ausgesperrt, nachdem wir das Schwimmbad kurz verlassen hatten, weil Mika auf Toilette musste. Rein kommt man nur mit der Zimmerkarte und die lag drin im Bademantel und alles Klopfen half nichts. Ins Zimmer konnten wir ohne sie ja auch nicht, also warten. Wir kamen wieder rein, als eine Frau zufällig aus dem Bad kam.

Um 6 Uhr abends gingen wir zum Abendessen, welches ein wirklich extrem leckeres Bufet war. Hmmm, Schweinefilet im Speckmantel mit Kartoffeln und Mohrengemüse. Das Essen war schon fast die letzte Aktion des Tages, denn wir waren alle sehr geschafft und müde. Mama probierte noch die Sauna aus und dann ging es auch schon ins Bett.

Am nächsten Morgen haben wir lange geschlafen, das passiert uns gar nicht heufig. Nach dem Anreise-Tag mit viel Erlebnis und wenig Schlaf waren auch die Kinder müde und gaben bis um 8 Uhr Ruhe. Nach dem langsamen Aufstehen gingen wir, erst durch das Spielzimmer, gegen um 9 runter zum Fruehstuek. Muesli, Naturjoghurt, Obst aber auch weniger gesunde Sachen waren reichlich serviert. Papa hat Pfannkuchen mit Heidelbeeren probiert, hmmmm, lecker sahen sie aus! Nach dem Essen gingen wir durch das Spielzimmer wieder zurueck in die Wohnung.

Da es wieder regnete, wollten wir uns das Bergbahnmuseum anschauen, das ca. 15 km vom Hotel entfernt ist. Leider haben wir vor Ort erfahren, dass keine Plaetze frei waren aber man die Plaetze in der Bahn auch vorher reservieren kann, das haben wir fuer einen der kommenden Tag um 14 Uhr gemacht.

Danach sind wir zur Seilbahn gelaufen um uns einen Wanderpass zu kaufen. 170 Euro fuer 12 Tage fuer 2 Erw. Und 1 Kind hat es gekostet, ganz schön teuer. Als Trost haben die Kinder an der Kasse ein paar Aufkleber bekommen. Wir sind mit der Seilbahn hochgefahren zur Hohen Salve und die Kinder waren sehr begeistert die verregnete Gegend von oben zu betrachten. Unser Papa hat den Regenschirm in der Bahn vergessen und wollte das am Anfang nicht zugeben. Zum Glück gab es einen Finder, der den Schirm in der Station abgegeben hatte. Dem Finder noch mal ein herzliches Dankeschön.

Am Schluss sind wir in den Swimmingpool gegangen und Papa hat mit Mark das Schwimmen geübt. Mika hat es viel Spass gemacht mit dem Schwimmbrett wie ein Boot zu fahren und Mama dabei voll zu spritzen. Spaziergang, Abenbrot mit Weisswein und Sauna haben den Tag beendet.

Die nächsten Tage hatte Mark seinen Schwimmkurs und wir fuhren viel mit der Seilbahn zur Hohen Salve. Ganz schön kalt in 1829m Höhe. Nach dem Schwimm-Unterricht gingen die Kinder sehr oft in die Kinder-Betreuung des Hotels. Dabei wanderten sie in der Gruppe in der Nähe des Hotels, spielten im Garten, malten oder bastelten jeden Tag.

Wir besuchten die Bergbahn des Schaubergwerks Jochbach. Das war Klasse. Jeder bekam einen Helm auf den Kopf und in Marks Fall war das auch wirklich ein Glück ;-) Dann ging es mit der Grubenbahn in den nur 150m tiefen Stollen. Vor Ort durften wir dann aussteigen und zwei Schächte zu Fuss erkunden. Es gab einen kleinen Vortrag und Mark durfte den Knopf zu einer simulierten Sprengung betätigen. Wir lernten, dass früher auch schon Kinder ab 8 Jahre die schwere Arbeit im Bergwerk verrichten mussten. Wir kauften noch ein paar Steinchen (Mika: Bergkristall, Mark: irgendwas blaues und Papa: Amethyst).

In der näheren Umgebung des Hotels gibt es ein Freizeitbad mit angeschlossenem Spielplatz. Dieses besuchten wir auch einige Male und konnten dort Minigolf spielen, die Sommerrodelbahn nutzen oder einfach im Wasser plantschen.

Am meisten ärgerte uns, dass wir unsere Fahrräder daheim gelassen hatten. Wir leihten uns zwar Bikes aus, aber die geliehenen Exemplare waren mehr schlecht als recht zum biken zu gebrauchen. Für den nächsten Berg-Urlaub haben wir uns vorgenommen, unsere Bikes mitzunehmen.

An Ausflügen standen ansonsten noch Innsbruck und Kitzbühel auf dem Programm. In Innsbruck besichtigten wir die Altstadt und aßen Mandel-Kipferl und Mandel-Bogen. Einfach Lecker. In Kitzbühel amüsierten wir uns über die Porsche und Ferrari-Dichte, die aber nur bis zum Ortsausgangsschild zutrifft.

Ein besonderes Erlebnis war unser Besuch bei Alpinolino bei Westendorf. Dort ging es mit einer sehr schönen Seilbahn zur Bergstation und damit voll hinein in die Wolken. Die Sichtweite betrug zumeist nur wenige Meter, was unser Unterfangen noch deutlich aufregender machte. Es regnete leicht und die Wege waren schon ganz schön aufgeweicht. Wir begannen den Rundweg, da dort überall Stationen für Kinder aufgebaut waren, wo sie Fragen beantworten sollten. Es ging immer höher den Berg hinauf und wir waren den ganzen Weg allein unterwegs.

Auf einmal verengte sich der Weg auf wenige Zentimeter und rechts ging es steil bergab. Für Erwachsene oder grössere Kinder nicht weiter dramatisch, aber mit zwei kleinen, wilden Rackern ein Erlebnis der etwas anderen Art. Immer schmaler wurde der Weg und immer steiniger, aber nach einer besonders heiklen Passage knapp unterhalb des Gipfels erreichten wir eine Aussichtsplattform mit tollen grossen Liegen, die wir leider aufgrund des schlechten Wetters nicht nutzen konnten. Wir sahen aber diese Plattform an einem der kommenden Tage im Hotel-TV auf dem Gipfel-Kanal. Dort ist also irgendwo eine WebCam installiert.

Papas Buder machte auch in Hopfgarten Urlaub und kam eine Woche nach uns dort an. Gleich am zweiten Tag machten wir uns auf zur Filzalmsee, aber nicht mit dem Lift von Brixen, sondern von der Mittelation der Salvenbahn aus. Die Strecke war länger oder wenigstens für die Kinder beschwerlicher, als wir erst dachten und am Ende gingen wir lieber in Richtung Hexenwasser, um dann schneller wieder mit der Seilbahn nach Hopfgarten zu kommen. Nach ca. 6h Wanderung bergauf und bergab hatten sich die Kids (unsere Jungs und ihre Cousine) ein Eis redlich verdient.

Wir besuchten ausserdem noch Elmi’s Zauberwelt in Ellmau und nahmen an einem Familienausflug des Hotels zum Grillen teil. Ein tolles Erlebnis und hiermit nochmal vielen Dank an das Organisationsteam des Familotel Hopfgarten.

Der Rückweg nach 14 Tagen Urlaub in Tirol viel uns nicht leicht und die Kinder erzählen noch immer von Happy (dem Hotel-Masskotchen) und den Seilbahnen. Den angekündigten Stau haben wir zum Glück gekonnt umfahren und mit einem Eis im Wertheim Village auf der Rückfahrt waren die Jungs auch trotz der langen Fahrt sehr entspannt.

Fazit: Tirol ist zwar relativ teuer, aber auf jeden Fall einen Urlaub wert und nach vielen Jahren Meer waren die Berge eine willkommene Abwechslung. Das Hotel ist uneingeschränkt zu empfehlen und insbesondere Donnerstags mit dem Tiroler Abend (*schmatz* Schweinshaxe) ein Erlebnis. Die Kinder fühlten sich pudelwohl und die Eltern bekommen dank des Betreuungsangebotes auch mal ein bisschen Ruhe.

Bilder gibt es in einigen Tagen noch weitere hier zu sehen …

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